Wurzeln

Project Roots – wenn Geschichte zur Gemeinschaft wird

Roots ist ein Entwicklungsprojekt, das kulturelles Erbe als Ausgangspunkt für Gespräche über Identität und Zugehörigkeit nutzt. Das Projekt richtet sich an Menschen, die selten Museen besuchen – wie beispielsweise Gefängnisinsassen und junge Erwachsene in schwierigen Lebenslagen – und lädt sie ein, sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um die Gegenwart zu reflektieren.

In Zusammenarbeit mit dem Gefängnis Storstrøm und dem Jugendberatungszentrum Headspace, der Hochschule Absalon, der Gemeinde Guldborgsund, Mother's Aid, dem umfassenden Wohnungsbauprogramm My Place, My Life, My Future und der Kathedralschule Nykøbing verlässt das Museum seinen gewohnten Rahmen und begibt sich in neue Gemeinschaften.

Die Teilnehmer begegnen den Objekten des Museums, erstellen Zeitleisten, Sinnesübungen und Reflexionsaufgaben, wobei Spuren der Vergangenheit zum Ausgangspunkt für Gespräche über heutige Entscheidungen und zukünftige Möglichkeiten werden.

Das Projekt basiert auf dem pädagogischen Manifest des Museums, das sich auf drei zentrale Ideale konzentriert:

  • Meisterschaft – die Fähigkeit, aktiv in der Gesellschaft zu handeln und sich daran zu beteiligen.
  • Perspektive – sich selbst im historischen Kontext sehen.
  • Teilhabe – das Gefühl, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein.

Roots zeigt, wie Museen Sinn und Wissen vermitteln und so in einer von Krisen und Hoffnungslosigkeit geprägten Zeit neue Hoffnung schöpfen können. Indem Geschichte den Menschen nahegebracht wird, werden die persönliche Entwicklung und das Gefühl der Zusammengehörigkeit durch kulturelles Erbe und Geschichten aus der Vergangenheit gestärkt.

Im Jahr 2023 wurde das Projekt mit dem Kommunikationspreis der Museumsvermittler Dänemarks für seinen innovativen und integrativen Ansatz ausgezeichnet und erhielt 2025 den Innovationspreis der Historischen Tage.

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